Immer wieder blau.

London Fashionweek SS2015, LFW, Mary Katrantzou

Sicher nicht das aufregendste Outfit der Saison, aber ein Outfit aus meiner absoluten Lieblings-Kategorie: the “All-time classics”. Von Kopf bis Fuß in dunkelblau. Love it. Hat man ratzefatz nachgestylt, wenn´s mal wieder superschnell gehen muss (und muss es nicht fast immer superschnell gehen?). Wer in der Früh nicht mehr dazu gekommen ist, sich die Haare zu waschen: never mind. Ungewaschenes, nachlässig gebürstetes “Messy Hair” macht diesen Look sofort noch etwas besser.

Besonders schön ist auch der Oversizepulli. So boyfriend, so lässig. Einzig die Sandalen, die sind nicht so richtig meins. Wenn´s schon eine Sandale sein soll, dann lieber (wie bei Alexa abgeschaut) eine von “K. Jacques / Saint Tropez”, zum Beispiel das Modell “Barigoule” in der Farbe “pul ocean”. Aber hört nicht auf mich, vermutlich sind die Schlappen auf dem Foto seit Monaten ganz furchtbar angesagt und ich Sandalenbanausin raff´s nur einfach nicht.

Ich trage im Früh- und Spätsommer lieber Pennyloafers und Ballerinas. Als die Temperaturen im Juli und August dann anstiegen, habe ich mich mit dem hippsten Comeback des Jahres, dem Modell “Madrid” von Birkenstock über Wasser gehalten.

“Navy is an easy color to love that is flattering on pretty much everyone it seems.”, schreibt unsere Freundin, die Streetstyle-Fotografin Sandra Semburg über dieses Foto auf ihrem Blog “A love is blind”. Und weiter: “I like the idea of a head-to toe color as a sort of uniform.”

Stimmt. Die mag ich auch sehr, die Idee einer dunkelblauen Uniform, die immer und überall hinpasst. Tagsüber ins Büro. Mittags für ein Business-Lunch mit dem HR-Recruiter des Unternehmens, in das man schon immer wollte. Und abends passt diese blaue Uniform auf ein Galerie-Dinner ganz genauso gut, wie auf die kleine Gartenparty bei Freunden, die neulich ins Grüne gezogen sind.

Und welche Frabe tragt Ihr im Moment  von “head to toe”?

Dieses Outfit ganz in Creme von “A love is blind” gefällt mir übrigens auch sehr…

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Foto via Sandra Semburg, “A love is blind”,  mit brandneuen Streetstyles aus den Fashionweeks.

Indoor-Training

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Ach, Herbst. Jetzt bist Du also da. Und irgendwie gut, dass Du jetzt da bist. Lange wollte ich nicht, dass Du kommst. Weil ich mir dachte: ist der Herbst erst da, dauert´s auch nicht mehr lang, bis sein blöder, älterer Bruder, der Winter, dazukommt. Warum kann man denn eigentlich NIE so richtig lang allein mit Dir sein? Es dauert doch ohnehin schon immer so ewig, bis ich mich nach einem langen Sommer an Dich gewöhnt habe.

Kaum freue ich mich über einen rascheligen Spaziergang durch gelbrosarotes Herbstlaub, kaum setze ich mich im Sonnenschein noch einmal an ein brandenburgisches Seeufer und erzähle meiner Begleitung, wie gut ich Dich jetzt plötzlich finde. Und die Begleitung nickt. Und findet Dich auch gerade so richtig gut. Und dann werfen wir noch ein paar Kieselsteinchen ins Wasser und fahren in der Abenddämmerung nach Hause (die jetzt eh schon immer viel zu früh beginnt). Kaum sind wir also so einigermaßen in Deinen Groove gekommen, prompt steht auch schon Dein älterer Bruder auf der Matte. Wie immer: unangekündigt. Und will – wie immer – mitmischen. Hat wohl mitbekommen, dass Du jetzt ein paar neue Freunde gefunden hast.

Du, Herbst, kannste den Winter diesmal nicht etwas länger zuhause lassen?

Ich weiß, ich weiß. Ist voll gemein von mir. So völlig daneben ist ja Dein Bruder oft gar nicht. Manchmal finde ich den schon auch okay. Er ist halt nicht so richtig der offene Typ. Eher schroff. Und oft mistig gelaunt, kaum interessiert an anderen…. Aber klar, oft sind diese Menschen die interessanteren. Nicht immer. Kommt aber vor. Manchmal muss man sie halt erstmal so nehmen, wie sie halt sind. So sperrig. Und am Ende kann es überraschend schwer unterhaltsam werden. Weil sie halt schon so einiges gesehen haben vom Leben. Finde ich eigentlich ganz gut, ihre Brüche in der Biografie. Und die hat Dein Bruder, der miesepetrige Winter, schon auch auf ´ne Art.

Und auf der anderen Seite gibt es so viele, die lieben Deinen Bruder ganz innig. Menschen, die wissen, wie man sich im Winter zwölf Stunden lang indoors beschäftigt. Menschen, die wissen, wie man sich bei -15 Grad noch warm und gleichzeitig ultralässig anzieht (keine Ahnung, wie das gehen soll). Menschen, die Wintersport können. Wintersport! Pöh. Ski- und Snowboardfahren, das schaue ich mir lieber im Fernsehen an. Ist mir viel zu kalt und gefährlich. Ich mag lieber Sommersport. Aber in Maßen. Ich schwimme ganz gern. Und fahre viel Rad. Beides nicht besonders schnell, dafür ewig lang. Gerade nehme ich zum ersten Mal in meinem Leben Tennisunterricht. Super ist das! Kann´s kaum erwarten, das allererste Match im kommenden Frühling auf einem Outdoor-Platz zu spielen.

Hey, Du, da kann Dein Bruder dann aber nicht mehr dabeisein. Das musst Du ihm dann sagen. Tennis im Freien – mit ihm? Nee, das passt einfach nicht. Und bis es soweit ist, arbeite ich in der Halle noch an meiner Rückhand. Zeit genug habe ich ja jetzt.

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Lässig und warm: der Herbst-Winter-Sweater “5 Strikes” von Undefeated via Fusshop.co.uk.

Hey, I just met you…

Jimmy Fallon Carly Rae Jepsen Call me maybe

Wie schön ist es doch, zusammen ein bißchen Quatsch zu machen!

So sehr ich mich diese Woche mal wieder in unnötiges Zeug hineingestresst habe, dieses Video macht mir schon seit Tagen so richtig gute Laune. Es ist von 2012, also nicht mehr ganz taufrisch. Ich finde diese Version von “Call me maybe” so dermaßen spitzenmäßig, ich kann gar nicht mehr aufhören, sie mir immer wieder auf “youtube” anszusehen.

Schaut Euch nur mal an, wie niedlich verschämt der US-Late-Night-Presenter Jimmy Fallon mit seiner (monsterlässigen) Background-Band “The Roots” anfangs noch loslegt. Leise und zögerlich stimmt er die ersten Takte an, während die Jungs im Hintergrund gleich völlig groovy auf die extra für diese Coverversion zusammengestellten “Classroom instruments” einklimpern. Und dann Carly Rae Jepsen! Welch eine zauberhaft positive und selbstbewusste Präsenz sie doch beim Singen hat. Bin mir nicht ganz sicher sicher, was denkt denn Ihr: könnte es sein, dass Jimmy Fallon nicht ganz textsicher ist und sich ein-zweimal ganz ordentlich versingt? Kommt mir jedenfalls schwer so vor, so sehr grinst die kanadische Sängerin mit dänischen Wurzeln beim Schunkeln zu ihm rüber…

Absolut sehenswert! Aber vorsicht, ziemliche Ohrwurmgefahr…

 

Hier geht´s zum youtube-Film…

Und hier noch schnell der Refrain (zum Mitsingen!):

“Hey, I just met you, and this is crazy
But here’s my number, so call me maybe
It’s hard to look right at you, baby
But here’s my number, so call me maybe.”
Na, und welchen Popsong hört Ihr Euch gerade in Heavy Rotation an?

Ein musikalisches, langes Feiertagswochenende Euch allen!

Nostalgie-Fernsehen

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Au. Weia. Ich gehöre jetzt offensichtlich schon zur Sorte Frau, die sich mit Mitte Dreißig völlig ultrakonservativ nach einer Serie sehnt, die seit zehn Jahren nicht mehr produziert wird. Gestern abend wünschte ich mir auf der Couch dringend eine harmlose Folge von “Sex and the city” herbei.

Während alle Welt megasüchtig nach “Game of Thrones” ist (der meiner Meinung nach brutalsten und überbewertetesten Serie unserer Zeit), wünsche ich mir, es gäbe mal wieder einen Hype um etwas, von dem ich selbst ganz mitgehyped bin. Klar, es gibt “House of Cards”, “Girls” und “True Detective”. So etwas wie “Sex and the city” scheint heute allerdings kein Mensch mehr produzieren zu wollen. Wer schreibt uns bitte, bitte mal wieder eine Serie wie “Sex and the city”, die in den Neunzigern auch von Männern betont uninteressiert mitangeschaut wurde, wenn gerade mal wieder eine neue Folge über den winzigen Röhrenfernseher im Wohnzimmer lief.

Würde Carrie heute beim Lunch mit Miranda, Samantha und Charlotte Ihre Kreditkarte aus einer kleinen, schwarzen “Céline”-Trio-Bag herausfischen? Hätte sie Stan Smith-Sneakers an den Füßen? Hmm, Sneakers und Carrie Bradshaw, das passt irgendwie nicht… Würde sie jetzt einen “Flat white” im Pappbecher durch die Straßenschluchten von Manhattan tragen? Und keinen “Latte Macchiato” mehr? Wäre der Mix aus Flohmarkt-Vintage und High Fashion immer noch Ihr Stil? (Fänd´ ich soo super! Mir kommt´s gerade so vor, als trüge kein Mensch mehr Vintage…)

Was hätte sich im New Yorker Stadtbild seit den späten Neunziger Jahren verändert? Hätte Carrie ein anderes Apartment in einem ganz anderen Stadtteil? Wer erinnert sich noch an das Townhaus in der Perry Street? Dort auf den Treppenstufen hat Carrie immer gesessen, die großen Papptüten der einschlägigen Labels abgestellt, telefoniert, auf “Big” gewartet…  Carrie´s Apartmenthaus fand im April 2012 für schlappe 9.85 Mio. Dollar einen neuen Käufer. Heureeka! Greenwich Village, there goes your neighbourhoud….

Was denkt Ihr, würde Carrie heute auch keine Zeitungs-Kolumnen mehr schreiben? Sondern bloggen? Wäre sie bei Instagram, Facebook und Twitter? Gäbe es einen Gast-Auftritt der It-girls Cara Delevingne und Alexa Chung? Und wäre “Mr. Big” immer noch der Mann an ihrer Seite? Gute Frage, oder? Der Typ “verschwiegener Investmentbanker in schwarzer Limousine”, also einer, der immer erst nach Anbruch der Dunkelheit von seinem Fahrer gebracht wird und im Morgengrauen wieder verschwindet, wäre der im Jahr 2014 noch “en vogue”?

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Carrie und Mr. Big sich jemals über etwas tiegründigeres als das Frühstück unterhalten hätten. Sätze wie “Ich komme mit meiner Sex-Kolumne heute zu keinem besonders heißen Ende” oder “Ich habe gegen nachmittag zwei Trustfonds falsch bewertet, eine Zilliarde Dollar verbrannt und einen wichtigen Kunden verloren”, die sind doch in der Serie eigentlich nie gefallen. Macht ja aber auch nichts. Emanzipation und Gespräche auf Augenhöhe? Hat damals vielleicht nicht immer so sehr im Mittelpunkt gestanden, als man das Drehbuch für diese zwei Charaktere zusammenschrieb.

Und heute? Gäbe es die Serie heute noch, ich bin mir sicher, Mr. Big wäre heute ein anderer Mann. Irgendwie moderner. Lebendiger, weniger “blockig”, nicht so steif. Vielleicht interessierter an Carrie. Sicher wäre ihm klargeworden, dass interessante Frauen inzwischen nicht mehr mit uninteressierten, selbstverliebten Arschgeigen ausgehen. Das wäre nämlich total 2000er Jahre. Vielleicht wäre er 2009 während des Bankencrashs an der Wallstreet auch im Job so ein winziges bißchen auf die Nase gefallen. Möglich, dass er mittlerweile weniger reich ist, dafür aber herzlicher. Offener. So stelle ich ihn mir heute vor. Könnte sehr gut sein, dass alle Figuren mittlerweile ein kleines Charakter-Make-Over bekommen hätten. Und wäre das gut? Schwer zu sagen. Vielleicht auch irgendwie nicht. Soll alles lieber schööön so bleiben, wie ich es in Erinnerung habe. Ich sag´s ja: call me “ultrakonservativ”.

In den Wintermonaten schaue ich mir deshalb völlig rückwärtsgewandt noch einmal alle Folgen von vorne an. Gestern entdeckte ich auf Amazon auch noch die “Pink Edition”: alle sechs Staffeln “Sex and the city” in einer einzigen DVD-Box. Kreisch! WIE für mich gemacht. Kinder, falls mich jemand sucht: ich bin in Wollsocken, Schlafanzug und hochgeknödeltem Haar auf der Couch. Und werde sie so schnell auch nicht mehr verlassen.

Und welche Serie schaut Ihr Euch im Herbst noch einmal von vorne an?

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Fotos: alle von Tumblr

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September

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Drei Filme, drei Gadgets und eine Serie für den September:

1. Der Film “Party auf dem Todesstreifen”
…von Felix Denk und Sven von Thülen. Er ist im Juli auf arte ausgestrahlt worden. Ein Beitrag über die Wende und die ersten Jahre der Berliner Techno-Szene. Schnell gucken! Wer weiß, wie lange er noch über Vimeo online ist…

(P.S. Das Buch, das dem Film vorausgegangen ist: “Der Klang der Familie” von Felix Denk und Sven von Thülen. Erschienen im Suhrkamp Verlag.)

2. Dieser Schal,
…um den ich heute im ACNE Store bei uns in der Weinmeisterstraße herumgeschlichen bin. Aber, ganz ehrlich: WIEVIELE Schals muss ich eigentlich noch kaufen, bis ich endlich einsehen werden, dass ich schalmäßig bis an mein Lebensende bestens versorgt bin. Trotzdem: morgen gehe ich nochmal hin. Will ihn ja nur kurz nochmal angucken…

3. ..und noch ein Film: “Let it rock”!
Das  “Interview”-Magazin stellte ihn vor ein paar Tagen online. Unterzeile: “So wild ging es vor 10 Jahren in Mitte zu”. Wem´s hier jetzt zu Berlin-lastig wird, der geht sofort zum nächsten Punkt über. Ein Tipp für alle anderen: ebenfalls besser jetzt als später mal reinschauen. Könnte auch hier sehr gut sein, dass er schnell auf Nimmerwiedersehen aus dem Netz verschwindet. Ich selbst habe ihn auch noch nicht gesehen. Heute abend vielleicht?

4. Welcome back, Miss Prime Minister!
Gestern habe ich mir endlich die dritte Staffel der dänischen Serie “Borgen” bestellt. Wer die ersten zwei Staffeln noch nicht kennt, kann hier mal kurz in das fiktive Leben der dänischen Premierministerin Brigitte Nyborg reinluschern…  Schön nordisch streng und politisch-strategisch. Ich mag das ja! Wir waren im vorigen Winter völlig süchtig. Gibt aber auch Freunde, die überhaupt nicht reingekommen sind. Alles zu dunkel, Plot zu lahm. Ich würde sagen: einfach mal zwei Folgen anschmeißen und unbedingt auf Dänisch mit englischen Untertiteln gucken. So viel besser als in der deutschen Synchronisation. Und die Ministerin ist einem auch gleich tausendmal sympathischer!

5. Fragt mich nicht warum, aber gerade bin ich scharf auf diese Sneakers. Die sind in meiner Größe selbstverständlich ausverkauft. Wäääh. Da muss ich wohl nochmal warten.

6. Diese Woche auf itunes geguckt: den Martin Scorcese-Film  “The Wolf of Wallstreet”. Spektakulär unterhaltsam! Und ein “Schnee” wie zuletzt in “Fear and Loathing in Las Vegas” (wenn ich es richtig erinnere). In der Hauptrolle: Leo di Caprio auf Pille und Koks im Gold- äh Geldrausch. Muss man in 2 Sessions gucken. Der Film läuft ganze 3 Stunden – und es wird einem keine einzige Line Koks auf Po-Ritze in Nahaufnahme erspart. Zwischendrin sind wir  kurz runtergegangen und haben in der Straße mal eben was zu Abend gegessen, so ewig lief die Sause.

7. Und zu guter Letzt: endlich sind sie da! Der neue “Oui”-Sweater. Weil ich einfach viel öfters “oui” sagen will!  ♡
Und der neue Forever”-Sweater. Und jetzt ALLE…: “Bee-cause: when the sun shines, we´ll shine together. Told you I´d be here forever…”

 

Erste Wünsche

Isabel Marant Etoile Janelle Coat Mantel

Lieber Weihnachtsmann,

es ist bereits August. Nicht, dass ich mich da jetzt irgendwie vordrängeln möchte, aber ich dachte mir, ich frage jetzt schon mal ganz vorsichtig an, ob ich bei Dir eventuell auch etwas “zurückhängen” lassen könnte. Bis Weihnachten, meine ich.

Ich dachte mir nämlich gerade bei einem Blick in den Berliner Onlineshop “The Corner”, es könnte extrem gut sein, dass dieser Mantel von “Isabel Marant Étoile” längst vergriffen ist, bis Deine Hilfsengel ihren güldenen Schlitten aus dem Schuppen zerren und losknattern, um meine Weihnachtswunschliste herunterzushoppen.

Und wenn die Engel Anfang Dezember mit gräulich eingeweichten Flügelchen aufgrund eines sehr hartnäckigen Berliner Schneeregens (von 90 Grad seitwärts) bei “The Corner” hereinstolpern, um diese Jacke für mich zu besorgen… Na, Du weißt schon: die Jacke wird da hundertpro schon weg sein. Und dann kann ich mich vermutlich alternativ auf “einen guten Krimi” oder eine ” schöne Diptyque“-Duftkerze einstellen. Nicht, dass dies nicht auch extrem begehrenswerte Geschenke wären. Ich will da jetzt auch selbstverständlich nicht rumjammern. Und schon gar nicht “im Voraus jammern”. Diese Art von Jammern BEVOR dann etwas überhaupt erst eingetroffen ist oder eben bestenfalls niemals eintreffen wird, na, dieses Jammern hatte ich mir im Sommer eigentlich gerade erfolgreich abgewöhnt.

Wie? Was sagst Du da? Du findest den Mantel einfach zu schlicht und unaufregend,? Öhm, ja, sag mal… Seit wann dürfen denn Weihnachtsmänner sich zur Weihnachts-Hitlist äußern? Alsosoweitkommtsnoch. Tur mir leid, ist mir jetzt rausgerutscht. Vielleicht erkläre ich es mal besser so: seit wann bin ich denn eigentlich ein “Early Adaptor”? Eben. War ich doch noch nie. Ich mag doch immer nur die “Alltime Classics”. Meegabrav. Und megagähn.

Und hast Du mich jemals in etwas modisch extrem Aufregendem gesehen? Einem zitronengelbem Oversize-Mantel etwa mit aufgerollter, schmaler Stoffhose in einem schönen Naturton? Dazu spitz zulaufende Ballerinas? Noch nie, oder? Das bin ich doch gar nicht. Oder vielmehr: so sehe ich mich selbst doch gar nicht.

Mode ist immer auch ein Abbild dessen, wie man sich selbst so sieht. Und dann auch: wie man gern von anderen gesehen würde. Diese optische Marken- und Imagebildung geht nur leider manchmal – äh – leicht daneben. Oder wie erkläre ich mir sonst all die Menschen, die tagsüber auf offenere Straße ernsthaft in… – haaalt! Das Lästern hatte ich mir im Sommer doch ebenfalls abgewöhnt. “The power of positive thoughts.” Soll auch gut sein für jegliche Art von betriebswirtschaftlichem Vorhaben, las ich irgendwo. Und dachte mir: count me in. “Positives Denken” hat doch noch niemandem geschadet. Und mir schon mal gar nicht. Bin nur noch nicht dahintergekommen, warum man gedanklich immer so leicht davon abkommt. Wäre doch besser, man bliebe einfach megahartnäckig dran. Aber da wären wir dann auch schon wieder bei meinem zweiten, brandneuem Lieblingsthema: “The power of persistence” (Ausdauer & Beharrlichkeit). Vor allem in betriebswirtschaftlichen Dingen. Noch so eine Baustelle.

He, Du, Weihnachtsmann. Sag mal, wie steht´s denn jetzt mit dem Mantel? Jetzt, wo klar ist, dass ich eine krass brave Modespießerin bin. Du musst da erstmal auf Dein Konto gucken? Verstehe. Kenn´ ich. Na, dann. Ich wollt´s ja auch nur kurz gesagt haben: bis Anfang Dezember ist das Ding weg. Und dann noch so ein ganz neutral gemeinter Hinweis: A-N-D-E-R-E Weihnachstmänner fackeln da sicher gar nicht lang´. Etwa welche aus Japan. Oder aus Amerika. Aber klar, so eine Diptyque-Duftkerze ist ja auch was schönes. Keine Frage.

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Mantel: “Janelle Coat” von Isabel Marant Étoile über The Corner, Berlin (Foto)

Foto im Link: Garance Doré von Sandra Semburg, A love is blind

Summer nights, summer music!

Spotify-Banner

Was gehört zu einer gelungenen Sommerparty? Bier? Grillwürstchen? Sommerbowle? Und: gute Musik!

Wir haben eine kleine Playlist für Euch erstellt. “The PETERSEN- Summer nights”.

Hört doch einfach mal rein. Ist gar nicht kompliziert.

Schaut mal, so geht´s:

1. … Musik hören direkt über Euren Webbrowser!

2. … Musik hören über Spotify.com!

 

Viel Spaß Euch allen.

Und: happy summer parties!

Foto: PETERSEN