Zitronensommer!

 

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Fragt mich nicht, wo die Zeit geblieben ist. Gerade war doch erst noch Ostern. Und – schwuppsdiwupps – ist schon wieder Hochsommer…

Wißt Ihr, worüber ich mich diese Woche so unglaublich freue? Über meinen Urlaub. Hurraaaa…

Ich bin nach Spanien gedüst. Die nächsten drei Wochen verbringe ich mit meiner Familie am Platja de Muro (auf Mallorca). Lesen, dösen, schwimmen. Ab und zu mal eine Wasserschlacht. Ich war wirklich lange nicht mehr am Strand. Hatte völlig vergessen, wie schön es ist, einfach mal völlig Stulle eine halbe Ewigkeit aufs offene Meer zu starren. Soooo super!

Wer viel arbeitet, kennt das Gefühl: nichts zu tun, das fühlt sich anfangs so an, als würde man etwas völlig verbotenes tun. Etwas, was eigentlich nicht okay ist.

Wer sein Tempo verlangsamt und  “nachlässt”, könnte am Ende nämlich womöglich noch völlig abschlaffen. Drei Wochen lang herumzuschlumpfen?  Das mochte ich vor meiner Abreise öffentlich gar nicht so richtig zugeben. Es ist auch nicht einfach, drei Wochen des Nichtstuns völlig konsequent durchzuhalten. Ständig möchte man von seinem Strandlaken aufspringen, etwas besichtigen, besorgen, etwas schlaues lesen, ein paar Emails schreiben oder etwas in Gang bringen. Wie schön ist es, wenn dieses rastlose Gefühl nach ein paar Tagen ein wenig nachlässt. Man muss nur stoisch dranbleiben. Am Nichtstun. Kommt einem nach all der Ackerei VOR dem Urlaub selbstverständlich noch einmal besonders absurd vor.

Wie muss das Nichtstun erst nach drei Monaten sein? Oder gar nach sechs? Der Designer Richard Sagmeister hat sich alle sieben Jahre eine Arbeitsauszeit verordnet. Er lebt und arbeitet in New York und verbringt nach sieben Jahren jeweils 12 Monate in einem völlig fremden Land. Für seine vorige Auszeit zog er nach Bali. Die Auszeiten haben dem Renomée seines Designbüros daheim in New York (und auch seinem wirtschaftlichen Erfolg) ziemlich gut getan.

Wer einfach mal wegkommt vom MACHEN, hat nämlich irre viel Zeit zum DENKEN. Klingt platt. Ist aber so. Endlich gelingt es einem, fernab des täglichen Klein-Kleins auch mal größer zu denken. Und zwar: VIEL größer. Und freier.

Der Designer Richard Sagmeister nutzte die Auszeiten zu einer geistigen Entrümpelung, auf die ich fast ein wenig neidisch bin (wäre ich doch jemals nur halb so konsequent). Alle Jobs und Auftraggeber, die ihm aus der Distanz völlig bekloppt vorkamen, warf er über Bord. Alles, was keinen Spaß machte oder geschäftlich hinrissig war, sagte er ab. Klingt und liest sich total logisch. In den Alltag übertragen lässt sich dieser Mut trotzdem nicht so leicht. Wie viele Menschen arbeiten täglich in einem Job, der zwar nicht viel Spaß macht, aber finanziell extrem vernünftig ist. Ich weiß, wovon ich spreche. Hab´ ich jahrelang selbst so gemacht.

Neulich erzählte mir ein junger Entrepreneur bei einem Start-up-Treffen an der Berliner TU, er habe in der ZEIT gelesen, dass 80 % der Deutschen innerlich bereits gekündigt hätten. Und trotzdem würden sie jahrelang weitermachen. Es helfe ja nichts. Irgendwas müsse man ja arbeiten. Das fand ich extrem interessant. Seit der Gründung meines kleinen Unternehmens (von dem ich sicher noch immer nicht ganz leben kann) frage ich mich täglich: WIE will ich arbeiten? Mit WEM will ich zusammenarbeiten?  WOMIT verbringe ich 100 Prozent meiner Arbeitszeit? An welchen Dingen kann ich noch etwas verbessern? Wo kann ich noch etwas dazulernen?

Der Designer Sagmeister behauptet, wer sich geistig frei machen wolle, müsse sich vor allem auch aus seinem Arbeits-Alltag ab und zu mal völlig befreien. Klaro: für mich als Freelancerin ist das eigentlich (von einigen Job-Absprachen abgesehen) easy. Für Freunde mit Kindern ist es dann nicht mehr ganz so einfach. Aber möglich ist es sicher immer.

Hey Ihr: it´s the holiday season! Nutzt die Zeit, macht Euch frei. Ist doch Sommer! Denkt an nichts. Werft Euch unter Eure Sonnenschirme. Und vertraut darauf, dass Euch beim Zitroneneis kaufen ganz nebenbei eine ganz plietsche Idee kommen könnten. It works! It always does.

Schöne Ferien Euch allen!

 

Wer Lust hat, kann sich während der Ferien auf youtube.com einen meiner Lieblings-Vorträge von Richard Sagmeister ansehen:

Sagmeister über “The power of time off”. 

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Foto: Ist der Zitronenprint auf den Espadrilles nicht spitzenmäßig? Sie sind von meinem Lieblings-Label für Espadrilles, dem amerikanischen Start-up “Soludos”.

Blah, blah, blah.

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Liebes Tagebuch,

habe heute die perfekte Kette für mich entdeckt. Sie ist aus der Serie “Sweet Nothings” des New Yorker Klamotten- und Schmuck-Labels “In god we trust”. In meinem Fall reicht jetzt auch erstmal so eine “Blah, blah, blah”-Kette, für alle anderen, weitaus – äh – emanzipierteren Sprüche bin ich ultrakonservative Nordfriesin einfach zu brav.

“Kiss me where I pee”, “Eat a dick”, “Fuck my face” und “Balls to the wall”, das sind so Sätze, die muss man mit einer gewissen Selbstironie tragen, die ich schlichtweg nicht besitze. Einen solchen Spruch tragen dann halt einfach die supermutigen New Yorkerinnen über ihre quietschbunten Polyester-Blusen aus der Secondhand-Halle “Beacon´s Closet”. Ich grunddeutsche Spießerin bekomme bei so viel Schlüpfrigkeit allein beim Lesen schon ganz rote Ohren.

Ketten-Sprüche von “In god we trust”, die ich mittlerweile ebenfalls im Auge habe, sind “Boring”, “Nope” und “Really fuckin´cute”. Wobei “really fuckin´cute” auch schon gleich zeigt, wie, ja, “cute” man sich selbst so findet. Käme dann auch gleich schon wieder so eitel. Hei, ei, ei. Ist das kompliziert. Ich bleibe jetzt bei “Blah, blah, blah”. Und damit basta.

Alle “Sweet Nothing”- Ketten auf einen Blick…

Foto: InGodWeTrustNYC

At work

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Ich arbeite heute im Coworking Space “betahaus” am Moritzplatz. Immer gut, mal rauszukommen und seinen “Kiez” hin und wieder mal völlig hinter sich zu lassen. Ich muss nämlich immer ein bißchen vor die Tür geschubst werden (heute früh hat mich die Putzfrau rausgeschickt). Zuhause könnte ich stundenlang an meinem Schreibtisch vor mich hinwurschteln. Es dauert auch immer nicht lang, dann knödele ich meine ungekämmten Haare hoch, koche einen Kaffee nach dem anderen und komme – immer noch im Schlafanzug! – erst recht so richtig in den Schlumpf-Modus. Deshalb heute: hello world!

Heute morgen habe ich mich bereits auf ein Frühstück mit der zauberhaften Anne vom “Tiny Store” getroffen und jetzt also eine Runde Computerarbeit hier im “betahaus”. Junge Menschen unterhalten sich im Café angeregt über Jobs, über ihre Lebensläufe und “upcoming projects”. Klar, es wird auch über Surfbretter und Wellenreiten gesprochen, über coole Fahrräder und Grillwürste für den Park. Man spricht Englisch, Deutsch, Spanisch. Im Hintergrund läuft lässige Folk-Musik, ich habe eine Blockflöte- und ein paar Blechbläser herausgehört. Ja, ist schon richtig, alles so ein bißchen Großstadtklischee. Aber – hey – ich find´s hier gerade echt: urgemütlich. Vor mir steht eine Glasvase mit einem mächtigen Blumenstrauß von “My Bloomy Days”. Das kräftige Orange der Blüten macht mich ganz sprachlos. Und das beste: vor zehn Minuten habe ich hier in Rekordgeschwindigkeit einen spitzenmäßigen  Avocado-Lachs-Bagel verputzt. Das Mädchen mit dunkler Ponyfrisur, das mir den Bagel auf einer hübschen, rot-weiß-karierten Papierserviette über den Tresen geschoben hatte, ist aus Mexiko. Ich war kurz geschockt. Warum es sie denn bitte ausgerechnet von Mexiko nach Berlin verschlagen habe, fragte ich. Und ob es Ihr hier im Winter denn nicht viel zu kalt und grau gewesen sei. Da musste sie lachen. Nein, nein. “I like it here. I really do.” Yeah. Well. Mexiko, Berlin. Berlin, Mexiko. Die Sonne, die bunten Stoffe, die Burritos, Avocados, das Bier, das Meer. Ich glaube, ich müsste da nicht zweimal überlegen.

Happy Wednesday Euch allen.

Foto: Studded Rose on Tumblr

Der Pizza-Auftritt

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Ja, das ist immer gefährlich. Heute mal ganz kurz bei Hanna auf “Foxycheeks” reingeschaut und prompt ein echtes Traumkleid von “mint&berry” entdeckt.

Es gibt jetzt nur ein winziges Problem: ich bin mir sicher, dasss mein Freund es eher unvorteilhaft finden wird. Bodenlang, hochgeschlossen, 3/4 lange Ärmel und vorn auf der Brust auch noch eine riesige Schleife. Früher wars gar nicht so wild, aber neuerdings meckert er tatsächlich öfters so ein bißchen herum, wenn ihm eine Klamotte an mir nicht gefällt.

Oft stehen wir schon an der Wohnungstür,  ich schlüpfe noch schnell in ein Paar Schuhe und dann ab in Richtung Lieblingsitaliener. Prompt höre ich es aus dem Hausflur zurück in die Wohnung muffeln: “Ooch, Du hast doch so viele schöne Schuhe. Warum müssen es denn jetzt ausgerechnet wieder die Dinger aus dem Reitshop sein?”

Ja, da hat er schon recht. Sie machen vielleicht nicht unbedingt den zierlichsten Fuß. Innen und außen sind sie allerdings aus dem butterweichsten Leder der Welt gefertigt, haben im “Horse Shop” keine 55,- Euro gekostet und sind seit dem vorigen Herbst meine treusten und gemütlichsten Lieblingstreter.

Ich weiß. Sein Gemuffel darf mich auch gar nicht weiter irritieren. Ich müsste ruhig und ganz bei mir selbst bleiben, völlig zen-mäßig tief ein- und ausatmen und das Haus genau so verlassen, wie ich es mir vorher überlegt hatte. Irgendwie wurmt mich die Minikritik an meinen oberbequemen Boots dann aber doch immer so ein bißchen. Er ist nämlich ebenfalls Grafiker und hat modisch sehr oft – hmmm, wie soll ich sagen: gar nicht so ganz unrecht.

Das bodenlange Kleid (Farbe “saphir”!) könnte allerdings für eine Pizza am Freitag abend auch genau richtig sein. Ist es nicht total “boho”? Und dazu dann genau wie auf dem Foto oben: offenes, ungekämmtes Haar, flache Schuhe und eine kleine Leder-Handtasche?

Ach, was solls. Ich bestelle es mir jetzt einfach mal. So zur Ansicht. Bin schon gespannt, wie es beim nächsten Päärchen-Abend dann ankommt, wenn ich damit schwungvoll aus dem Badezimmer rausche! Und das beste: die Chelsea Boots aus dem Reitshop kann ich dazu auch eh nicht tragen. Das ist doch ein echt gutes Angebot, oder?

Foto: mint&berry via Foxycheeks

Hello April!

NEW York Fashionweek fw 2014, nyfw, day 5

Ihr habt ja recht. Hier auf meinem Blog ging es auch schon einmal lustiger zu. Mir ist das Schreiben gerade ein bißchen vergangen. Zum einen gibt es wegen ein paar Promifotos und ihrer Bildrechte allgemein gerade ganz furchtbar auf die Mütze. Ein finanzielles Desaster für alle betroffenen Blogger!

Und zum anderen erfuhr ich diese Woche von einer aufmerksamen Leserin, dass eine gewisse Lisa meine Texte und Bilder aus diesem Blog herauskopiert und bei sich auf Ihren “Instagram”-Account einlaufen lässt.

Als ich davon hörte, war ich ziemlich sprachlos. Muss man sich mal vorstellen: ein mir völlig fremdes Mädchen benutzt meine Texte für ihren Instagram-Account. Ob sie auch einen “Blog” schreibt, weiß ich noch nicht so genau.

Dies geht jetzt also kurz mal an Dich, liebe Lisa:

Wenn Dir etwas supergut gefällt, kannst Du daraus auch immer gern zitieren. Gar kein Problem. Mache ich doch auch oft, wenn ich irgendwo etwas schönes gelesen habe. Wäre halt nur einfach ziemlich gut, wenn Du immer dazuschreibst, dass Du jemanden zitierst. Da reicht ein Satz wie dieser schon vollkommen aus: “Schaut mal, ist das nicht schön, habe ich neulich bei “Mickey” auf dem Blog “ilovemickeymouse.com” gelesen.” Wenn Du dann auch noch verlinkst: perfekt! (Kann man auf Instagram leider nicht, ich weiß. Aber dazuschreiben, von wem Du etwas zitierst, das kannst Du total easy auch auf Instagram).

Kopiere bitte nichts mehr aus meinem Blog oder meinem Instagram-Account. Ich schreibe hier manchmal auch über persönliche Dinge. Über meine Schul- und Unizeit, über mein Berliner Zuhause, über die Menschen, mit denen ich zusammenlebe. Und ich finde es ehrlich gesagt ganz schön “spooky”, wenn jemand sich hier aus diesem Blog etwas herauskopiert und es für sein eigenes Leben ausgibt.

Nach Deinem Kopiervorfall überlege ich mir deshalb gerade lieber zweimal, bevor ich hier etwas poste. Vorige Woche erst ist mein kurzer Blogpost über die gestreifte “Zara”-Shorts nämlich eins zu eins zu Dir rübergewandert. Ja, sag mal? Muss das denn sein?

Wenn ich etwas gelernt habe von Alexa, Marlene, Okka, Sandra, Steffi, Jessie, Hanna, Kika, Lotte und allen anderen Bloggerinnen, die ich mittlerweile kenne,  dann ist es vor allem eine von Grund auf sehr herzliche und völlig offene Haltung gegenüber andere Blogs und ihre Blogger. Wir stehlen nichts voneinander. Wir freuen uns einfach, wenn wir etwas von jemandem lesen, was uns mitten ins Herz trifft. Und wenn wir mögen und es gerade passt, dann teilen wir den Blogpost des anderen auch auf unserem Blog. Das nennt man dann “sharen” und “verlinken”.

Du bist nicht völlig unerfahren im Netz unterwegs, liebe Lisa, und hast inwzwischen auch bereits über 480 Instagram-Follower. Ich frage mich, ob Du es völlig okay findest, Deine Insta-Fans und Follower mit den Texten anderer Leute zu täuschen. Das ist doch total “oll”. Deine Follower folgen Deinem Profil, weil sie Dich super finden. Und würden es sicher nicht tun, wenn sie wüssten, dass Du bei anderen Bloggern Deine Bilder und Texte zusammenklaust. Weißt Du, Deinen Text- und Bilder-Diebstahl könnte man über Instagram auch ganz schön schnell öffentlich machen. Und wie das Deine Follower finden würden, das kannst Du Dir ja denken.

Also, Lisa. Folgende Idee: schreib doch einfach mal Deine eigenen Gedanken und Erlebnisse auf. Und mach selbst ein paar Fotos. Das machst Du ganz bestimmt viel besser als ich. Und das beste daran: es wäre dann Dein eigenes Leben. Ist das nicht viel, viel aufregender? Auch für Deine Instagram-Follower?

Schau mal, im Sommer werde ich “schon” 34 Jahre alt. Ich vermute, dass Du mindestens 15 bis 20 Jahre jünger bist. Verglichen mit Dir beneidenswert jungem Ding bin ich doch eine total alte Socke! Ich gehe dauernd früh ins Bett, um meinen Schönheitsschlaf zu halten, bin abends nach 2 Gläsern Wein oft schon völlig abgefüllt und lehne auf Parties ab 11 Uhr bereits gähnend am Kühlschrank.

Ich bin mir sicher, Du erlebst so unglaublich viel aufregendere Dinge, als ich es tue! Schreib doch in Zukunft einfach mal aus Deinem eigenen Alltag. Das kannst Du. Hundertpro! Also los. Auf geht´s! Ich wünsche Dir ganz viel Glück dabei.

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Foto: von meiner Freundin Sandra Semburg. Schaut mal auf Ihren Streetstyle-Blog “A love is blind”. Der ist toll!

Und immer wieder: Streifen

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Schaut mal, liebe Männer! Eine Streifen-Bermudas, ein gut geschnittenes, weißes T-Shirt und einen schönen Bergsee, mehr braucht´s doch gar nicht, um uns schwach zu machen. Während wir ganz faul auf unserer Picknickdecke hocken, uns winziges, aber extrem picksiges Waldgehölz von den Fussohlen schrubbeln und uns schon das zweite Bier hinter die Binde kippen, schleppt Ihr heldenhaft alte Plastikabfälle aus dem Wasser. Hach. Ihr seid halt Helden. Wir nicht. Hey, lieber Sommer in Navy-Stripes. Ich freu´ mich auf Dich!

Foto: Zara Men //

P.S. Kennt Ihr die “Zara Pictures” Kampagne  schon? Die mag ich optisch so sehr… schaut mal hier! Eine wunderschön “bloggig” und gleichzeitig ganz simpel gestaltete Webseite. Die lässt mein Grafiker-Herz bei jedem Besuch ein kleines bißchen höher schlagen. Mag natürlich auch an den vielen, knackscharfen “male models” liegen…

 

These days…

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Unglaublich. In zwei Tagen ist der März schon wieder rum. Ging das nicht schnell?

Ich freue mich auf den April. Auf das Kaffeetrinken draußen auf der Straße, vielleicht dann auch schon wieder nur im Sweatshirt und ganz ohne die dicke Winterjacke.

Ich freue mich auf Ostern in Irland. Auf unseren kleinen Familienausflug zur irischen Verwandschaft. Ich freue mich auf “Irish Scones”, von denen ich Woche für Woche bei uns zuhause am Frühstückstisch höre, dass sie so ganz anders sein sollen, als es die englischen und amerikanischen sind. Aus lauter Mangel an frischen Zutaten haben die Iren das Rezept vor vielen Jahren nämlich so sehr vereinfachen müssen, dass am Ende ein ganz unprätentiöser Scone dabei herausgekommen ist. Einer, den jeder Backen kann. Auch das ärmste Kirchenmäuslein. Diesen Armeleute-Scone will ich vor Ort natürlich unbedingt probieren. Hab´ doch schon so viel von ihm gehört.

Heimlich träume ich im Moment auch von einem “Aran Islands”-Strickpulli, den ich mir aus Irland mitbringen möchte. Ich kann zwar nicht so ganz einschätzen, wann genau während all unserem Familientrubel über die Feiertage noch die Zeit dafür sein wird, in Dublin und Rosslare nach dem perfekten Seemanns-Pullover zu suchen. But I will try. Vielleicht passts ja in einer glücklichen Minute gerade mal.

Überhaupt: ich freue mich auch schon sehr auf das Reisen im Frühling. Eine Freundin lud mich neulich zu sich nach Barcelona ein. Eine andere nach Köln. Beide will ich gern besuchen. Ach, Berlin, ich find´ Dich so super! Und jetzt hat ja auch Dein Frühling gerade begonnen. Deine Kirschbäume blühen schon wieder, ganz frisch und pudrig zartrosa. Fernbleiben werde ich Dir im April also eh nicht lang. Ist fest versprochen.

Happy friday Euch allen…

Foto: Death by Elocution on Tumblr