Tattoo mit Sternchen

Helena Sicupira by Garance DoreGarance Dore Tattoo Star

Diese vergangene Woche ist einfach mal komplett an mir vorbeigerauscht. Es ist Samstag und ich kann mich nicht erinnern, was ich eigentlich seit Montag so getrieben habe. Irre viel gearbeitet, das erinnere ich. Vor allem vieles nachgearbeitet, was so lange liegengeblieben war und dringend fertig werden musste. Über Ostern hatte ich mich so erkältet, dass ich zehn Tage lang ganz außer Gefecht gesetzt war. Und hinterher stellt sich ja immer erst raus, was genau man eigentlich alles NICHT gemacht hat an all den Tagen, die man völlig verrotzt mit der Nasendusche über dem Waschbecken verbrachte. Oder mit einem Online-Schachtraining für Kinder, bei dem ich fast ausrastete vor Freude, weil es mir nach vierundfünfzig Spielen dann tatsächlich gelungen war, den Schach-Computer auf dem Beginner-Level für Fünfjährige zu schlagen.

Das Nacharbeiten hat mit dem Frühlingsbeginn diese Woche allerdings gleich wieder so viel mehr Spaß gemacht! Die ersten Freunde trugen tagsüber sogar schon Sandalen. Wow. Ich alte Spießerin war immerhin so mutig, barfuß in meine geschlossenen Schuhe zu schlüpfen. Aber lange kann es nicht mehr dauern, bis auch ich meine Füße mal wieder ein paar Stündchen ans Tageslicht lasse. Und wäre ich ein Tattoo-Typ, ich würde mir vor lauter Begeisterung, dass es nun immer und immer wärmer wird, einfach mal eins machen lassen. Dieses nämlich, das kleine Sternchen-Tattoo auf dem oberen Foto. Auf dem Bild sind die schönen Füße von Helena Sicupira zu sehen, einer Modedesignerin aus São Paolo, die von Garance Doré in ihrem brasilianischen Apartment portraitiert worden ist. Vergeßt die Schuhe, die sind der Horror. Dinge, die aussehen wie ein spitz zulaufender Trend-Pumps mit römischer Gladiatoren-Sandale im Schlepp sollte man sich auf gar keinen Fall über die Füße stülpen. Auch dann nicht, wenn sie gerade im Sale sind und irgendwas besonders beeindruckendes in der Sohle drinsteht. Das werden Leute, die sich mit Schuhmode auskennen, möglicherweise anders sehen. Ich sagte ja bereits: ich bin ein bißchen eine Spießerin. Das heißt: auch Schuh-Spießerin. Wenn es nach mir ginge, könnten Schuhläden einfach nur noch schwarze Ballerinas anbieten. In allen Variationen. Mit Schleifchen. Ohne Schleifchen. Mit runder Spitze. Mit spitzer Spitze. Die wären doch auch in der lässigen Kombi von Farbklecks-Röhre und grauem T-Shirt – so wie es Helena Sicupira auf dem Foto trägt – ein echter Hammer, findet Ihr nicht?

Foto: “At Helena´s”, Helena Sicupira by Garance Doré