November

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It´s a classic: hellgrauer Pulli mit schmal geschnittener und perfekt eingetragener Jeans! Dazu “Vans” ohne Socken. Und gebräunte Beine zur umgekrempelten Jeans. Ach, Sommer. Beim Anblick solcher Fotos fehlst Du mir noch viel mehr! Morgens gleich barfuss ohne Socken in die Schuhe zu springen, das wärs.

Statt raus in die Sonne zu gehen, verbringe ich auch schon wieder gefährlich viel Zeit im Internet. Stundenlang forsche ich nach lustigen Details aus Merkels Handyabhörerei. Schaue mir die Taufbilder des kleinen George an. Der Sprössling von William und Kate ist ja wohl oberniedlich und kann jetzt eigentlich nur noch vom Casiraghi-Nachwuchs getoppt werden.

Mein neues Lieblingsthema in der Presse: die sagenhafte Limburger Adventskranzspezialhängevorrichtung. Die sollte irgendwann mal 10.000 Euro kosten. Stellte sich raus, dass man bei der billigen Version den Adventskranz gar nicht richtig rauf- und runterfahren konnte. Sondern halt nur so hinhängen. War dem Bischof dann verständlicherweise zu schnöde, da wurde das Dach halt nochmal aufgerissen, Adventskranzseilwinde neu rein, Dach wieder zu, fertig. Aus 10.000 Euro wurden 100.000 Euro. Damits dann am Ende auch richtig cool wird. Klaro.

Seitdem ich vorige Woche im STERN von der Limburger Adventskranznummer erfuhr, kann ich sie gar nicht mehr vergessen. Ist das nicht typisch November? Wenn man plötzlich ALLES über diese bekloppte Adventskranzhängevorrichtung wissen will? Quietscht sie beim Hoch- und Runterfahren? Kann man sich auf den riesigen Adventskranz mit draufsetzen und nach oben heben lassen? Und falls ja: pieksen die Tannennadeln dann am Po? Wie schaut die “schwarze Kapelle” von dort oben wohl aus? Gibt es für die Hebevorrichtung eine Fernbedienung? Welche Batterien müssten in diesem Fall da rein? Und wo verbringt denn der Limburger Ex-Bischof jetzt eigentlich sein Weihnachten? Bei seiner armen Mama? Ich sag´s ja: wär´s nicht November, diese Nebensächlichkeiten würden niemanden interessieren. Und mich noch am wenigsten.

Foto: You have broken the Internet auf Tumblr