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Berliner Partythemen

Neulich saß ich mit einer Schachtel “After Eight” auf dem Schoß vor dem Rechner und las ich mich durch ein paar Blogs, als mir auffiel, dass auf einem gar nichts mehr passierte. Ich überflog den letzten Eintrag und stellte fest, dass er aus dem September stammte.

Einige von uns erinnern sich vielleicht: das war der Monat, in dem draußen noch die Sonne schien und es selbst an bewölkteren Tagen noch möglich war, sich mit einer richtig guten Freundin und zwei Stücken „New York Cheesecake“ von Barcomi’s auf den Balkon zu setzen.

Genialerweise musste die Freundin einem damals beim Kuchenessen auch noch nicht mit einer funzeligen Taschenlampe auf den Teller leuchten, damit nicht so viel von der Gabel flutschte und runter auf die Straße flog.

Ach, ist das alles lang’ her! Ich las noch ein bißchen auf dem Blog herum, auf dem seither nichts mehr passiert war und fragte mich, ob man sich um die Bloggerin vielleicht sorgen müsse. Sofort steigerte ich mich in ein furchtbares Szenario hinein, das Probleme mit ihrem Freund oder Mann einschloß und den erneuten Wechsel einer Führungskraft im Büro, obwohl die Bloggerin sich doch möglicherweise gerade erst mit ihrer vollkommen geistesgestörten Vorgesetzten arrangiert hatte.

Und wenn es nicht an Beziehungsproblemen oder Terror im Büro liegen konnte, dann doch wohl nur daran, so bildete ich mir ein, dass die Bloggerin innerhalb von drei Monaten aus ihrer Wohnung ausziehen musste.

In anderen deutschen Städten mag es ja durchaus noch Leute geben, die den Verlust ihrer Wohnung yogimäßig gelassen und mit Würde ertragen. In Berlin bleibt einem nach einer Kündigung durch den Vermieter eigentlich nichts anderes übrig, als sich morgens um halb zehn drei doppelte Korn in die Rübe zu kippen und im Anschluß hysterisch schreiend die Torstraße rauf- und runterzurennen.

Mag also sein, dass es den Betroffenen in anderen Städten besser gelingt, sich einzureden, dass es eh mal wieder Zeit war für etwas Neues. Einen neuen Stadtteil, neue Fahrtwege ins Büro oder so. Ein neuer Arbeitsweg stellt auch für die Berliner gar kein Problem dar. Alle mir bekannten Menschen, die in Berlin leben, arbeiten in der Kreativ-Branche und sind mental durchaus in der Lage, sich innerhalb von Nanosekunden auf neue Lebensumstände einzustellen. Wer es gewohnt ist, von morgens bis abends alles in die Tonne zu kloppen, was am Tag zuvor noch mit dem Chef, dem Kunden oder dem Menschen, mit dem man zusammen ist, ganz fest so abgesprochen war, sollte eigentlich wirklich nicht daran verzweifeln, dass er demnächst umziehen muss.

Die positive Grundeinstellung meiner Berliner Freunde hält in letzter Zeit allerdings immer nur so lange an, bis sie bei Immoscout “Berlin”, “Wohnung” und “bis maximal 3000 Euro” eingegeben haben. Die  fünf-sechs mickrigen Buden in den äußersten Berliner Randbezirken, die einem im Anschluss auf dem Monitor entgegenflackern, sind nichts für sensible Kreativseelen, die sich morgens vor dem selbstgeschroteten Müsli schon gleich von einer kleinen, bierseligen Schreierei in der Nachbarwohnung den Tag verderben lassen, habe ich mir sagen lassen.

Vielleicht übertreibe ich jetzt auch ein bißchen, aber mittlerweile scheint es schon so zu sein, als werfe der unfreiwillige Verlust der Wohnung einen hier in Berlin in eine schlimmere Lebenskrise, als ein fremdgehender Ehemann oder eine Führungskraft, die einem mikrowellenschwere Aktenordner hinterher schmeißt, weil man es gewagt hatte, vor 22.30 Uhr das Büro zu verlassen.

Nicht, dass ich es statistisch belegen könnte, aber ich bin mir hundertprozentig sicher, dass neunundneunzig Prozent der Menschen, die in Berlin zur Miete leben, sich tatsächlich lieber nach einem neuen Partner oder einem neuen, noch durchgeknallteren Arbeitgeber umsehen würden, als nach einer neuen Wohnung.

Das ist zwar – wie gesagt – nur ein vollkommen subjektiver Eindruck. Wer es gern etwas genauer wissen möchte, muss sich am kommenden Wochenende allerdings nur mal auf zwei Mitte-Parties stellen, den Schlechte-Laune-Satz „Meine total nette Ernährungsberaterin muss dringend umziehen, hat jemand in letzter Zeit vielleicht mal was von einer bezahlbaren 3-Zimmer-Wohnung mit Wanne und Balkon in den üblichen Stadtteilen gehört?“ in die Runde werfen und ein Aufnahmegerät auf die Fensterbank legen. Jeder, der noch ganz bei Trost ist, entfernt sich jetzt in seinem eigenen Interesse sofort von seinem Aufnahmegerät und begibt sich zu der lustigen Gruppe in die Küche, die wahrscheinlich gerade das Berliner Party-Thema Nr.2 „Wie überlebe ich in einer polyamourösen Beziehung, ohne mich vor lauter Selbstzweifeln ständig in die Spree zu werfen“ am Wickel hat.

Könnte es also nicht tatsächlich sein, dass die Bloggerin seit September nicht mehr schreibt, weil sie aus ihrer Berliner Wohnung herausgeflogen ist? Vielleicht überlegt sie jetzt, ob es unter den gegebenen Umständen nicht vielleicht sogar leichter wäre, sich eine neue Existenz in einem ganz anderen Land aufzubauen.

Das könnte ich vollkommen nachvollziehen! Warum muss man sich in Berlin-Mitte von einem unverfrorenen Makler, der schlecht angezogen ist und aus dem Mund riecht, bei der Wohnungsbesichtigung alle zweieinhalb Sekunden auf den Arsch glotzen lassen, wenn man dasselbe doch auch in Buenos Aires, Honululu oder Kho Samui haben kann? Und dort steht man doch dann wenigstens in einer leeren Wohnung oder Hütte in Buenos Aires (!), Honululu (!) oder Kho Samui (!) herum und könnte sich in diesem Moment also wenigstens einbilden, das Ekel-Treffen mit dem Makler sei ein weiterer, nötiger Schritt zu einem ganz sagenhaft aufregenden Leben, das jetzt nur noch darauf warte, begonnen zu werden. Ein Gedanke, der sich einem nach einer Wohnungsbesichtigung in Berlin-Marzahn ja zur Zeit leider nicht unbedingt aufdrängt.

Wenn die Bloggerin jetzt also tatsächlich umziehen muss, weil der Eigentümer in ihrer bezahlbaren und unfassbar zentral gelegenen Wohnung eine schauspielernde Tochter aus dritter Ehe unterbringen will, dann wäre das schon ein mittelschweres Desaster.

Wahrscheinlich darf diese schauspielernde Tochter, die seit ihrer Entbindung daran gewöhnt ist, dass man ihr alles hinterherträgt, im Kiel-„Tatort“ als Komparsin ab und zu hinten links im Bild herumstehen und mit griesgrämiger Miene irgendwelche Papiere zusammentackern. Neulich habe ich gelesen, dass eine triste Bürosituation wie diese in TV-Krimis immer dann eingebaut wird, wenn der Regisseur ein bißchen deprimierenden Alltag auf dem Kommissariat zeigen möchte, damit einem in der nachfolgenden Szene erst recht das Blut in den Adern gefriert.

Nach der Szene auf dem vollgemüllten Depri-Polizeirevier kommt doch dann oft der gruselige Moment, in dem einen vor lauter Schreck darüber, dass der Täter schon wieder dem nächsten, ahnungslosen Opfer hinterherschleicht, die brandneuen und arschteuren Kontaktlinsen aus den Augen springen. Den glibschigen Dingern kann man von der Couch aus jetzt aber wenigstens dabei zusehen, wie sie sich die Ohren zuhalten, ins Bad schleichen, ohne Kreischerei Zähne putzen, sich freiwillig in ihre Reinigungslösung legen und noch ein bißchen in ihren Asterix-Comics blättern, während das nächste Mordopfer im Fernsehen jetzt garantiert bei Dämmerung mit einem schrottigen Fahrrad ohne Licht durch ein aberwitzig weit abgelegenes Waldstück zu seiner Oma fährt.

Ich wollte das Browserfenster gerade schließen, als ich bemerkte, dass es sich um mein eigenes Blog handelte, auf dem seit September nichts mehr passiert war. Ich ging in die Küche, warf die leeren „After Eight“-Papierkuverts in den Müll und beschloß, im neuen Jahr, das ja jetzt vor der Tür steht, wieder öfters zu bloggen. So lange ich noch eine Wohnung habe, aus der mich auch gerade keine Tatort-Komparsin herausscheucht, sollte ich die Zeit doch noch nutzen! Wer weiß, vielleicht muss ich am Ende sogar das Land verlassen. Und wie es auf der anderen Seite der Erde um die Internet-Verbindung in meiner Hütte bestellt wäre, kann ich gerade noch nicht so richtig einschätzen.

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Summer nights, summer music!

Spotify-Banner

Was gehört zu einer gelungenen Sommerparty? Bier? Grillwürstchen? Sommerbowle? Und: gute Musik!

Wir haben eine kleine Playlist für Euch erstellt. “The PETERSEN- Summer nights”.

Hört doch einfach mal rein. Ist gar nicht kompliziert.

Schaut mal, so geht´s:

1. … Musik hören direkt über Euren Webbrowser!

2. … Musik hören über Spotify.com!

 

Viel Spaß Euch allen.

Und: happy summer parties!

Foto: PETERSEN

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte…

Ittala Sarjaton

…etwas, das im Design-Bereich noch fehlt (und nicht den “Weltfrieden”, der steht auf meiner Wunschliste für Herzenswünsche außerhalb des Designbereichs ja eh auf Platz eins), dann wär´ s ein lässiges Kindergeschirr. Es müsste so aussehen, wie die wunderbare Geschirrserie “Sarjaton” von Ittala…, die ist zwar für Erwachsene, schaut aber so hübsch kindlich aus, die würde sich auch beim Kinderfrühstück mit den Kleinen toll auf dem Tisch machen, findet Ihr nicht?

Ich bin ein Riesenfan der “Sarjaton”-Serie, das habe ich voriges Jahr hier an dieser Stelle schon einmal verraten. Ich finde die Tassen, Teller und Schüsseln so, so toll, hätte ich ein eigenes Auto, ich würde mit dem Wagen glatt rückwärts an den Ittala-Shop heranstoppen, so wie es manche mit ihrem Kombi vor dem Getränkemarkt machen. Und dann: Kofferraumklappe auf und alles einfach reinladen, bitte! Sind sie nicht niedlich, die kleinen Blättchen (das Muster “Letti”) und die Pfeile (das Muster “Metsä”)? So lovely!

Dass man dringend ein neues Kindergeschirr entwickeln sollte, von dem dann auch ein Teenager noch seine Käsestullen essen würde (ohne sich für die “Lustige Bärchen”-Prints auf seinem früheren Kinder-Teller zu schämen), zu diesem Schluss kam ich diese Woche nach vielem Gegrüble auf die Frage, was ich gern im Designbereich verändern würde.

Diese und andere Fragen stellte mir Liz vom Design-Blog “Love L´amour”! Es ist ein längeres Interview geworden. Ich muss Euch gar nicht sagen, wie stolz ich darauf bin! Fragt mich nicht, warum, aber Liz´ Fragen haben mich tatsächlich noch mal ganz neu über meine Gestaltung und die Ideenfindung für PETERSEN nachdenken lassen. Ich beichtete ihr, dass ich mich zunächst gar nicht getraut habe, das Label zu gründen und dass es einfach ein paar Jahre Grübelei brauchte… Ich erzählte, was das erste PETERSEN-Produkt war. Und auf die Frage, was ich im Moment eigentlich so treibe, gab ich zu: ich rase jeden Tag mit meinem Fahrrad zum Berliner Nordbahnhof, wo ich inzwischen allerbeste Dauerkundin am knallroten, erdbeerförmigen Erdbeerstand bin. Wer ein blondes Mädchen mit zwei vollen Erdbeertüten an beiden Lenkergriffen durch die Invalidenstraße düsen sieht… ja, genau, das bin ich. Winkt mal freundlich rüber, aber wundert Euch nicht – ich kann gerade nicht zurückwinken. Liegt nicht an meiner Arroganz, sondern an den knallvollen Erdbeertüten!

Schaut mal, hier geht´s zum Interview auf Love L´amour…

Ich bin ganz aus dem Häuschen. Sagte ich ja schon! Happy sunny Wednesday!

Foto: Ittala

Brav sein

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… and then what? “My future self” kann doch schon mal dankbar sein, dass ich einen “ordentlichen” Schulabschluss habe und dann brav Grafik-Design studierte – und NICHT Kunst, was ich ja eigentlich lieber gemacht hätte, mich dann aber dem Urteil zweier Erwachsener fügen musste, in deren Haus ich als älteste Tochter aufwuchs. Gerade erst hatten sie meinen Führerschein bezahlt. Jetzt wollten sie auch sehr gern darüber mitentscheiden, für welches Studienfach die Kröten, die für die Uni vorgesehen waren, ausgegeben werden sollten. Aber ich will nicht jammern, Grafikdesign wäre dann auch eh gleich meine zweite Wahl gewesen. Und ist ja alles gut ausgegangen. I am a happy (graphic) designer. Es könnte schlimmeres geben. Andere Leute müssen ganze Anwaltskanzleien der Eltern übernehmen. In Kleinkallebyehaff! Und es können ja auch nicht alle Jonathan Meese werden. Oder Cy Twombly (mein Lieblingskünstler!).

Aber mit dem “Immer schön brav sein” ist jetzt Schluss. 1988 erschamm ich mir das Bronzene Schwimmabzeichen, bestand vorbildlich eine Fahrradfahrprüfung mit meinem 24er-“Pegasus” Mädchenfahrrad (in hellrosa), spielte 9 Jahre lang Akkordeon und übte immer regelmäßig für die Konzerte mit dem Orchester. Ich putze bis heute immer schön 3 Minuten lang die Zähne, machte vor, während und nach der Uni neun un- oder unterbezahlte Praktika, keine einzige Weltreise, kein einziges Collegejahr in Amerika, kein Erasmus, kein Sabbatical in Italien (um dort endlich das mafiamäßige Italienisch zu lernen, dass ich gern sprechen können würde). Immer schön im Sinne des effizienten Leistungsträgers: keine 2 Minuten für nihilistisches “Herumtrödeln” im Ausland verschwendet. Auf coolen Parties ging ich oft nach dem dritten Gin Tonic nach Hause (nach dem vierten dann aber wirklich…), um den hier schon mal erwähnten Vodianova´schen Schönheitsschlaf zu halten. Und um -jetzt kommts- am anderen Tag fit für den Job zu sein. Ich habe zwei verschiedene Sparkonten, auf die ich ab und zu was drauftue (jetzt schon länger nicht, ähem). Ich gratuliere Krethi und Plethi zum Geburtstag, backe manchmal Geburtstagskuchen, beteilige mich immer großzügig an allen Geldeinsammelrunden im Büro, z.B. für die Frühverrentung von Klaus Irgendwas oder die Babyshower der Kollegin aus der Buchhaltung, die leider schon in den Mutterschutz gegangen war, als ich kam.

Und wenn ich mal länger ausschlafe, habe ich gleich Angst, das Bruttosozialprodukt der ganzen Bundesrepublik mit meinem verantwortungslosen Verhalten runterzureißen. Ja, wer so brav lebt, wie ich es lange tat, der ist dann auch einfach selbst schuld. Es hat 32 Jahre gedauert, bis ich es raffte. Seit vorigem Sommer mache ich einfach nur noch das, was ich möchte. Voll “unambitioniert”. Nur noch Petersen. Und wisst Ihr was: ich bin soooo, so froh.

Seitdem habe ich auch nichts mehr auf das Sparkonto getan. Sondern es für 289 Becher Coffee to go ausgegeben. Und oft noch eins von den teuren, frischgebackenen Croissants dazugenommen. Täglich (manchmal mehrmals täglich) ein 5 Euro-Snack für unterwegs… das darf man dem Sparkonto ja gar nicht verraten.

Und vorigen Sommer passierte folgendes: ich wurde von meiner Bank heruntergestuft, weil ich jetzt nicht mehr das fette Gehalt einfahre, das ich in meinem früheren Job hatte. So schnell geht das. Und das im allerersten Monat nach dem “geringeren Geldeingang”. Seitdem bin ich nicht mehr Premium-Kunde. Sondern nur noch eine ganz normale, deutsche Durschnittswurst. Hatte ich eigentlich jemals darum gebeten, Premiumkunde zu werden? Nee. Im Job befördert worden. Einmal das neue Gehalt auf das Konto überwiesen bekommen. Prompt kam Post: “Herzlichen Glückwunsch! Sie sind jetzt Premiumkunde!” Ach so. Toll.”Hier ist Ihre Durchwahl für Premiumkunden: 030-12 34 567. Unter dieser Durchwahl können Sie Tag und Nacht anrufen. Ein Kundenberater ist immer für Sie da.” Eine Premiumkunden-Durchwahl? Und das war´s? Wofür man die braucht, ist mir bis heute ein absolutes Rätsel. Ich habe sie in all den Monaten kein einziges Mal in Anspruch genommen.

Was Premium-Kunden nicht bekommen: eine schwarze oder eine Platin-Kreditkarte (hätte ich gerne mal gehabt, um damit im Duty-Free-Shop am Flughafen beim Kauf einer Packung M&M´s rumzuprollern). Keine Premium-Auslandsreisekrankenversicherung mit Rundumschutz (hätte ich auch genommen). Nicht einmal einen schicken Aktenordner mit der Prägung “Premium-Kunde” für die korrekte Aktenablage zuhause (den hätte ich auch wirklich benutzt, wie alle anderen Aktenordner und Kugelschreiber, die ich irgendwo als Werbegeschenk überreicht bekomme und dann rentnermäßig zu brav bin, sie zuhause zu entsorgen, weil sie “ja noch gut” sind).

Was man als Premiumkunde offensichtlich SOFORT bekommt: Post mit der kurzen Info darüber, dass man den Premiumkunden-Status verloren hat, wenn man sein fettes Gehalt nicht mehr reinholt. Weil man – vielleicht ja so wie ich – den betriebswirtschaftlichen Oberwahnsinn begeht und sein eigenes, kleines Label gründet. Man muss nur wagen, einen Schritt vom Weg des Overachievers abzukommen, mal was finanziell total Bescheuertes zu machen. Und -zack- weg ist der Premium-Status.

Mir selbst war´s auch sofort total wurscht. Im Ernst jetzt. Wegen einer Direkt-Durchwahl? Hellooo? Aber während ich den Brief von der Bank las, im vorigen Sommer in der Graefestraße unten an den Briefkästen, da dachte ich an all die Menschen, die Ihren Job nicht selbst kündigen, so wie ich es nach langer und reiflicher Überlegung aus vielen unterschiedlichen Gründen tat. Nee, ich musste an die denken, die mal eben zu Ihrem Chef reingerufen werden, die Personalakte liegt schon auf dem Schreibtisch, der Chef schaut drein, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen und nach einer kurzen Schreckenssekunde ahnt man´s auch schon… (neulich erst einem Freund passiert).

Wie mies es sich doch anfühlen muss, als alleinverdienender Familienvater erst den Job zu verlieren, es der Frau zu erzählen, den Kindern, den Schwiegereltern… Den Freunden aus dem Sportverein vielleicht lieber noch nicht, damit nicht alle so betroffen gucken. Und dann kommt prompt Post von der Bank, man wolle nur kurz mitteilen, dass der Premium-Kundenstatus jetzt entfalle. Oder, Momentchen, ganz so sei es ja doch nicht. Man könne sich beruhigen, der Status bleibe noch bis zum Jahresende erhalten. Der Kundenberater wolle im Namen der (großen, deutschen) Bank nur kurz darauf aufmerksam machen, dass es niemandem entgangen sei, dass der gutbezahlte Job weg ist. Mein Verdacht: es entgeht vor allem dem vorprogrammierten Computer-Feature nicht, das sicher gleich einen “Alert” auswirft und die Leute elektronisch effizient in eine andere Kundensparte umsortiert, sobald ein gewisser Geldbetrag unterschritten wird, der vorher regelmäßig aufs Konto einlief.

Wie mies. Also, Premium-Kundenstatus… my ass. Ich würde sogar sagen: das Leben NACH dem Premium-Status macht erst richtig Spaß. Was hat man denn schon noch zu verlieren, wenn die 24/7-Direktdurchwahl erstmal weg ist? Klar, das Sparkonto ist seitdem auf Antidepressiva. Aber das war ja auch vorher schon immer so launig.

Foto: Captivating quotes

Hello Switzerland!

PETERSEN goes Switzerland! Die Jeanskissen waren im Oktober in der ANNABELLE. Gestern kam das Belegexemplar mit der Post. Habe gleich die Seite 152 aufgeschlagen. Und da war es dann, das Jeanskissen! Can´t tell you all how proud I was.

Wer mag, kann sich den Artikel hier anschauen: http://hellopetersen.com/press/annabelle/

…und für alle anderen: jahaaa, der Text über schönes Haar war auch spitzenmäßig. Schade, dass die “Annabelle” hier in Deutschland nicht so oft zu bekommen ist.

PETERSEN auf Raetherei und Slomo….!

Mich hält es kaum mehr auf meinem Schreibtischstuhl heute morgen! Ein riesiger Beitrag über PETERSEN – heute auf dem Blog RAETHEREI der zwei Berliner Raether-Sisters. Und dann die große Geburtstagsverlosung (verlost wird auch ein PETERSEN Kissen) auf SLOMO. Der Blog wird zwei Jahre!

 

Please stop by on two of my most favourite blogs! Now!